Neue Stolpersteine im September
Es werden nach wie vor viele neue Stolpersteine in Berlin verlegt, und die OMAS GEGEN RECHTS Berlin versuchen, an diesem bewegenden Akt der Erinnerungskultur so oft wie möglich teilzunehmen.
Nach aufwändiger Recherche mit Hilfe der AG Erinnerungskultur ist es Evelyn Wulf gelungen, die Verfolgungs-Geschichte ihrer jüdischen Urgroßeltern Helena und Chaim Brod und drei ihrer Kinder zu rekonstruieren. Am 24. September 2025 war es so weit: Vor dem letzten selbst gewählten Wohnsitz der Brods in der Kreuzberger Mariannenstraße 29 hat der Künstler Gunter Demnig fünf Stolpersteine verlegt.
Beim Verlesen der tragischen Geschichte ihrer ermordeten Urgroßeltern, zweier Großtanten und des Großonkels sind nicht nur Evelyn die Tränen gekommen. Evelyns Tochter hat ein jiddisches Lied vom ‚Glück‘ gesungen, dann wurden Blumen niedergelegt. Um die fünf Stolpersteine hat sich ein bunter Blütenkranz gebildet, der die Zusammengehörigkeit der Familie auf schöne und eindrückliche Weise zeigt.



Bereits am 16. September wurden in Mariendorf in der Markgrafenstr. 16 zwei Stolpersteine für Lina und Berthold Guther verlegt sowie am Mariendorfer Damm 30 für Hermann und Selma Leitner.



