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5.2.20: Stop, so nicht! Gedanken einer Berliner OMA GEGEN RECHTS.

Gedanken nach Erfurt

Roger Willemsen hat 2006 in einem Interview mit der TAZ folgendes Zitat von Hitler angeführt:
„Ich habe die Demokratie mit ihren eigenen Regeln zur Strecke gebracht.“
Und genau das versucht die AfD und speziell der „Flügel“ heute wieder. Wie leicht sie dafür Helfershelfer*innen finden, belegt das aktuelle Drama vom 5.2.20 aus dem Landtag in Thüringen.

Welcher Zufall, das passt ja genau zu meiner derzeitigen Lektüre:

In der Biographie über Dr. Dora Lux, eine der ersten Frauen die um 1900 in Berlin zur externen Abiturprüfung zugelassen wurde, bin ich gerade beim Jahr 1933 angelangt. Wegen ihrer jüdischen Wurzeln erhält sie Berufsverbot. In einer ihrer journalistischen Arbeiten hat sie uns Zeugnisse hinterlassen, wie demokratische Regeln und Strukturen nach und nach ausgehebelt wurden.

Und nun, 2020 sollen wir schweigend zusehen, wie nach einer Art Casino- Coup Faschisten behaupten, doch nur die demokratischen Regeln zu nutzen, aber in Wirklichkeit die Staatsvedrossenheit füttern, die Demokratie schwächen wollen?

Nein, als OMA GEGEN RECHTS sage ich NEIN!

Ich finde es unerträglich, wie etablierte PolitikerInnen die Ereignisse im Thüringer Landtag am Mittwoch völlig okay fanden, und am Tag danach ihre Aussagen locker etwas relativierten, so als ob es nur darum ginge, doch lieber Erdbeer- statt Vanille- Pudding für das Party- Büffet zu bestellen.

Sich von Faschisten in ein (Staats-) Amt wählen zu lassen, zeugt von Mangel an Reflektion und wahrscheinlich auch Bildung. Zur lebendigen Demokratie gehört konstruktiver Streit und der läuft ganz anders.

I.M.M. || Berlin, 7.2.2020

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