Ich bin eine Oma, die in der zivilgesellschaftlichen überparteilichen Initiative ,, OMAS GEGEN RECHTS “ aktiv ist.

Seit dem 4. März 2022 bin ich als ehrenamtliche Koordinatorin in der Flüchtlingshilfe am Berliner Hauptbahnhof tätig.

Ich stehe den Flüchtlingen, welche vor dem Krieg in der Ukraine flüchten müssen, mit meinen Kenntnissen in der russischen, ukrainischen und deutschen Sprache als Übersetzerin zur Verfügung.

Es ist mir ein persönliches Anliegen, einen so wichtigen Beitrag für Menschen zu leisten, die durch den Krieg in ihrer Heimat vertrieben wurden und alles verloren haben und nur durch ihre Flucht das eigene Leben und das Leben ihrer Familien retten konnten.

Viele Frauen fliehen mit Ihren Kindern, verschiedener Altersgruppen, nach Deutschland um Schutz und Unterstützung zu erfahren.

Wir, die ehrenamtlichen Helfer, sind die ersten Kontaktpersonen für die Flüchtlinge. Nach ihrer Ankunft in Deutschland empfangen wir sie, begleiten sie und helfen ihnen in einem für sie fremden Land Fuß zu fassen.

Ohne die ehrenamtlichen Helfer*innen, würde ein reibungsloser Ablauf für die Flüchtlinge nicht möglich sein.

Diese Menschen sind bei ihrer Ankunft besorgt, müde und erschöpft.

Sie müssen einen neuen Lebensabschnitt in einem fremden Land mit einer fremden Sprache beginnen, ohne je die Entscheidung darüber in ihrer Hand gehabt zu haben.

Für all diese Menschen beginnt hier eine ungewisse Zeit, auch mit viel Sorge um die sich noch in der Ukraine befindlichen Familienangehörigen, Freunde und Nachbarn.

Viele der geflüchteten Ukrainer haben mir mitgeteilt, dass Sie nach Kriegsende in ihre Heimat zurückkehren möchten. Sie lieben ihre Heimat und wollten diese nicht verlassen. Sie alle hoffen auf ein baldiges Ende des Krieges.

Die Menschen sind dankbar, dass sie von vielen ehrenamtlichen Helfern empfangen und unterstützt werden. Sie sind immer wieder erstaunt, dass ich so gut ihre Sprache beherrsche und akzentfrei spreche.

Ich bin fast täglich bis zu 10 Stunden am Berliner Hauptbahnhof ehrenamtlich tätig. Meine Arbeitsstunden liste ich stets gründlich auf.

Bis zum 22.05.2022 habe ich 690 Stunden ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe geleistet. Diese Arbeit empfinde ich als sehr wichtig und führe diese mit viel Herz, Gefühl und Empathie aus.

Das Gefühl einen wichtigen Beitrag zu leisten und den geflüchteten Menschen in dieser schweren Zeit etwas Kraft und Mut zu geben, ist für mich Bezahlung genug und erfüllt mich mit Zufriedenheit.

Egal wo auf der Welt, Krieg kann nie die Lösung sein.

Als junge Studentin habe ich mich bereits gegen Krieg und Unrecht eingesetzt.

Ein Krieg zeigt leider nur das Versagen der Menschen miteinander zu sprechen und in Frieden leben zu können.

Ich hoffe sehr, für unsere Kinder und Kindeskinder, dass die Welt irgendwann ohne Machtgier, Habgier und Egoismus und den daraus resultierenden Kriegen leben kann.

Nur dann werden wir eine bessere Welt haben können und ZUSAMMEN in Frieden leben können.

Jeder Einzelne hat es in der Hand, die Welt ein Stück besser zu gestalten.

Alla Queißner https://omasgegenrechts.berlin

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